Bitwar 11 - Vorstoß in den Hyperraum

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Uwe Helmut Grave
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Beitrag von Uwe Helmut Grave » 29. Jul 2008, 16:08

Forest hat geschrieben:Wir schicken sie am besten nochmal zum Bund für 15 Monate, damit sie die Dienstgrade lernen.
Laß man, die habe ich seinerzeit (ebenfalls 15 Monate) schon nicht so richtig kapiert. Für die beiden Fehler, die Nobby dankenswerterweise wieder mit Seitenzahlen versehen hat, ist Conrad Shepherd verantwortlich. Das erste ist wohl ein Tippfehler, Unteroffizier statt Offizier, schrecklich falsch, aber verzeihlich; ein "Kriegsveteran" wie er kennt sicherlich den Unterschied.
Beim zweiten genannten Fehler bin ich mir nicht sicher... Kann ein Hauptgefreiter nicht gleichzeitig Offiziersanwärter sein? Wenn er Unteroffiziersanwärter ist, bekommt er zusätzlich zu den drei Streifen einen Haken oder so - er bleibt aber bis zur absolvierten Prüfung trotzdem nur ein Hauptgefreiter. Bei Offiziersanwärtern verhält es sich ähnlich. Fähnriche/Kadetten sind noch keine echten Offiziere. Aber was dann? Wirklich keine Hauptgefreiten?
Du scheinst auf diesem Gebiet Experte zu sein, Forest, klär mich bzw. uns mal auf.
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Beitrag von Turion » 29. Jul 2008, 17:03

Fast richtig Uwe. Ein HptGefr UA hat zusätzlich zu seinen drei diagonalen Balken einer weiteren, der quer unter den anderen liegt
OA's haben statt eines Balken eine silberne Litze an der Schulterklappe. Die Truppengattung ist zudem an einer Farbigen Litze erkennbar, die auch an der Schulterklappe getragen wird.

Ein HptGefr kann natürlich auch OA sein, aber so schnell aufsteigen, daß er Fähnrich wird und einen Dienstrang überspringt? Irgendwie Fehlt da nämlich der Fhj (Fahnenjunker).


PS: wie schön daß es bei der BW diese tollen Abkürzungen gibt. :mrgreen:
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Beitrag von Uwe Helmut Grave » 30. Jul 2008, 09:23

Siehste, wieder was dazugelernt. Den Begriff "Fahnenjunker" habe ich noch nie zuvor gehört (klingt irgendwie nach Jungvolk oder Pioniere). Aber was erwartet man von jemandem, der die Bunderwehr so "geliebt" hat, daß er nicht einmal bei der obligatorischen Beförderung zum Obergefreiten berücksichtigt wurde?
Einmal hat mich der Spieß so geärgert, daß ich nachts ins Geschäftsgebäude (keine Alarmanlage, nur Wachdienstkontrollen) eingedrungen bin und ihm eine Rakete mitten in seine gläserne Bürotür gerammt habe. Keine echte natürlich, nur ein hohler Nachbau, von denen ein paar als Zierde vor dem Gebäudeeingang standen. Der Unteroffizier vom Dienst beobachtete mich auf der Flucht und rief noch irgendwas hinter mir her. Obwohl er mich eigentlich genau erkannt haben müßte, behauptete er im Wachprotokoll, nur eine schattenhafte Gestalt gesehen zu haben. Er war selbst Wehrpflichtiger und gehörte zu meinem Entlassungsjahrgang. So etwas nenne ich Kameradschaft. Ich habe mich nie bei ihm dafür bedankt, weil wir später nie mehr darüber geredet haben.
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Beitrag von Nobby1805 » 30. Jul 2008, 11:23

Uwe Helmut Grave hat geschrieben: Der Unteroffizier vom Dienst ... Er war selbst Wehrpflichtiger und gehörte zu meinem Entlassungsjahrgang.
Wann warst du denn bei dem Haufen? Zu "meiner Zeit" konnte man als Wehrpflichtiger gar nicht Uffz werden, dafür brauchte es mindestens das niedrigste Z (und ich habe mich gedrückt wo es nur ging, selbst die 15 Monate habe ich wegen Freistellung zum Studium nicht voll abgesessen :roll: )
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Beitrag von Forest » 30. Jul 2008, 14:01

Ich hatte mich oft mit dem "immermorgensbesoffenen" Spieß an der Wolle. Eigentl. sollte ich am Schluß ein /// sein, aber dadurch bin ich nur bis / gekommen. Das war mir aber so was von Scheissegal. Hauptsache aus dem Laden raus. War Waffenmechaniker für Kleinwaffen. Da aber eine Planstelle fehlte, wurde ich die letzten 3 Monate zum Raketengerätemechaniker ernannt (nie ein Gerät für Raketen gesehen).
Immer wenn die Jungs ihre Waffen nach dem Schiessen saubergemacht haben, und die Kette im Lauf hängen blieb, sind sie zu mir gekommen. Das hat immer Spaß gemacht. Nippel vorne draufgeschraubt, und mit Fettpresse die Kette rausgepresst. He he das war ein Spass, wenn sie dann hinterher das ganze Fett wieder entfernen mussten.
Gedrückt habe ich mich auch in allen Ecken und Kanten wo es nur ging. Oft Krank schreiben lassen. Im ersten 1/2 Jahr habe ich nicht einmal Sport mitmachen müssen. Immer schön Innendienst-Krank. Da wir ein Instandsetzungszug waren, habe ich aus langeweile noch das Ersatzteillager für Unimog-Teile verwaltet und ausgegeben. So hatte ich vor allen meine Ruhe! Draussen zur Übung war ich auch nur ein einziges mal. Entweder hatte ich zur rechten Zeit Urlaub, oder ich war wieder mal krank, oder ich musste wie es einmal war, zum Augenarzt. Bei Natoalarm haben wir nur in der Kaserne im Auto gesessen. Ein Befehl zum Rausfahren kam nie. Irgendwann kam der Schlußpfiff und alles wurde wieder ausgepackt.

Am Schluß der Bundeswehrzeit haben wir alle Klamotten abgegeben, also kein Mob-Reservist.
Das Stärkste kam aber erst später.
Als ich 30 war, kam ein Schreiben, das ich die Klamotten wieder bekomme. Da kleidet der Bund seine Leute neu ein, und meint, die alten Sachen den Ex-Wehrpflichtigen aufzubrummen, die seit über 10 Jahren damit nichts mehr zu tun hatten. Kommt an den Sachen was dran, bezahlst du nämlich dafür und es gab ja auch dann weniger Lagerkosten für den Bund.
Bin dann vor Gericht gezogen - und habe gewonnen Bild
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Beitrag von Uwe Helmut Grave » 31. Jul 2008, 08:59

@Forest Eine herrliche Schilderung, die eigene Erinnerungen an den planlos vorgehenden Sauhaufen weckt. Meine Klamotten bekam ich zum Glück nie wieder. Die Bande deshalb zu verklagen hätte ich mich allerdings nicht getraut.

@Nobby Du hast voll und ganz recht - im Höchstfall konnte man es auch zu meiner Zeit (ich bin jetzt 53, zum Gewehrputzen zog man mich mit 20 ein) nur zu den von Forest erwähnten drei Schrägstreifen bringen. Die Dreistreifigen wurden später bevorzugt zu Wehrübungen eingezogen. Der Typ, der mich deckte, war natürlich der GvD, der Gefreite vom Dienst, der bei der Nachtwache dem UvD untersteht und von selbigem bei Bedarf auf Kontrolltour geschickt wird, damit beide abwechselnd zwischendrin mal zwei, drei Stündchen schlafen können.
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Beitrag von Nobby1805 » 31. Jul 2008, 14:49

Uwe Helmut Grave hat geschrieben: Der Typ, der mich deckte, ...
:wink: :wink: :wink: :twisted: :twisted: :oops:
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Beitrag von Forest » 31. Jul 2008, 17:47

Uwe Helmut Grave hat geschrieben:@Forest Eine herrliche Schilderung, die eigene Erinnerungen an den planlos vorgehenden Sauhaufen weckt. Meine Klamotten bekam ich zum Glück nie wieder. Die Bande deshalb zu verklagen hätte ich mich allerdings nicht getraut.
Ist ja wohl ne Frechheit, mit der Begründung zu kommen: wenn ich keinen Platz habe, könnte ich ja den Sehsack über das Bett hängen, oder ich könnte dann meine großen Lautsprechern rausnehmen, um Platz zu schaffen (das sind Tatsachen!!).
Die haben doch echt nicht geglaubt, dass sie vor Gericht damit durchkommen. Die haben höchstens geglaubt, das ich mich nicht traue vor Gericht zu gehen oder weiter mache, und stillschweigend es aktzeptiere. Da hatten sie sich aber in mir getäuscht. Jedenfalls war es in Koblenz vor Gericht. Ich weiss gar nicht mehr, obs ein Amts- oder Landesgericht war.
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Beitrag von Sebastien » 25. Sep 2008, 11:44

Sooo, der 12. Band liegt heute vor mir, was heißt, das ich mit dem 11. fertig geworden bin!

Den größtenteil, gefühlte 3/4, hat die Geschichte um Eric Santini und die Grakos ausgefüllt. Ich fandes toll, dass einer der Nebencharaktere mal so viel Platz bekommen hat, doch so ganz gefesselt hatte sich mich nicht. Lag daran, dass ich mehr um/von Ren Dhark und die Situation um die Erde haben wollte, womit ich erst gegen Ende bedient wurde :wink: . Ja und da hab ich dann alles in größter Geschwindigkeit gelesen und ungeduldig auf den 12. Teil gewartet.

Ich muss die Geschichte um den Unfall im Hyperraum noch lesen, denn was ich las, hat echt Lust auf mehr Hyperraum gemacht. Mit mehr meine ich Details, wie navigieren, leben, denken, toll!! :D (Das kurze, was ich las, war genial.)

-> In welchem Buch finde ich die denn??

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Beitrag von Uwe Helmut Grave » 26. Sep 2008, 09:01

Sebastien hat geschrieben:In welchem Buch finde ich die denn??
RD-Sonderband 29 (der letzte, bevor die Reihe unter "Unitall" weitergeführt wurde). In jenem Band findest du Geschichten von so berühmten Autoren wie Werner K. Giesa, Alfred Bekker und Uwe Helmut Grave. Die Titelgeschichte "Havarie im Hyperraum" wurde von einem No-Name-Schreiberling verfaßt, den keine Sau kennt; ist vermutlich sein Erstlingswerk. Meinen Informationen nach soll er dafür einen Preis bekommen haben: in der Schule bei einem Buchstabierwettbewerb. :nod:
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Beitrag von Hajo F. Breuer » 26. Sep 2008, 09:22

Darüberhinaus hat der Mann ein Diplom im Fach »Zehn besonders qualvolle Methoden, Teetrinker zu Tode zu foltern«. :twisted:

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Beitrag von tom » 16. Mär 2010, 14:26

nix gegen TEE....tee ist ein tolles getränk (wer mag kann ja ala chris shanton nen schuss rum/scotch oder was auch immer rein schütten)

mfg tom
ps: ja die havarie im HR story war schon toll ;)
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Beitrag von Uwe Helmut Grave » 16. Mär 2010, 20:36

Du warst lange weg - Shanton ist inzwischen Abstinenzler.
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Beitrag von tom » 16. Mär 2010, 20:44

habt ihr zwar geschrieben, ist aber unrealistisch, ich meine er hat mal ne zeit zu tief ins glas geschaut (ja auch das habe ich gelesen, das war um band 3-4 rum von WIW) aber nur weil er nix zu tun hatte (ihn als alki hinzustellen das fand ich net toll :)

mfg Tom
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Beitrag von Uwe Helmut Grave » 17. Mär 2010, 19:53

Wo fängt denn Alkoholismus für dich an? Zugegeben, der (fiktive) Mann pennt auf keiner Parkbank und treibt sich nicht in Spelunken herum, um sich die Reste aus den Biergläsern der Gäste zusammenzukippen - aber diese Krankheit hat viele Gesichter. Und diejenigen, die am öftesten mit dem Finger auf andere zeigen, haben meist selbst ein Alkoholproblem. Shanton ist jedenfalls intelligent genug, seine Abhängigkeit zu erkennen, und er gebraucht seinen festen Willen und seinen Verstand, um sich davon zu befreien.
Keine Sorge, geraucht und gesoffen und gevögelt wird in Ren Dhark auch weiterhin, ist schließlich ein Heldenroman und kein Kinderbilderbuch.
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