Fanstory: Blauer Mond über Kenta-Urr-I

Wie der Titel schon sagt, Fangeschichten und andere Projekte von Fans für Ren Dhark

Moderator: Turion

Antworten
Benutzeravatar
AARN MUNRO
Scoutboot Pilot
Scoutboot Pilot
Beiträge: 19
Registriert: 15. Okt 2014, 19:56
Wohnort: Berlin

Fanstory: Blauer Mond über Kenta-Urr-I

Beitrag von AARN MUNRO » 5. Feb 2016, 13:51

Holger Döring Blauer Mond über Kenta-Urr-I

Eine Ren Dhark-Story
(Zeitpunkt der Story-Handlung: zwischen Band 95 und Band 96 der originalen Heft-Serie)

Die POINT OF nahm Anlauf mit ausgeschaltetem Intervallfeld für die Transition des Hyperraumsprunges,
und schien auch anstandslos durch den Hyperraum zu kommen, als sie plötzlich bei der Rematerialisierung
bockte und sich gleich mehrfach schüttelte...
Das Schiff ächzte. „Verdammt!“ machte Dan Riker, als er den Halt am Transmitter verlor und
herumgewirbelt wurde. Mühsam konnte er sich an einer blauen Unitallstrebe festhalten.
„Hypergravitationswirbel“ meldete Miles Congollon von seiner Maschinen-Station aus. „Überall
Störungen. Kontakt zum Checkmaster bricht ab! Suprasensoren brechen zusammen!“. Die POINT OF fiel
aus dem Hyperraum, das Intervallum stand sofort, der Sternensog kam und das Schiff bewegte sich ohne
Gefahr durch den Einstein-Kosmos. Der Ringraumer war in einer unbekannten Gegend der Galaxis hinter
dem galaktischen Zentrum materialisiert. Ein auffällig blau schimmernder Planet stand in der Nähe. Die
Navigationskugel fiel in sich zusammen und wurde durch die Bildschirme ersetzt. „Ortung!“ rief Ren Dhark
Tino Grappa zu. „Untersuchen Sie mal den Planeten da!“. Dieser nickte.
„Wir erhalten Funksignale, Kompri-Spruch aus Richtung des Planeten. Oh, nein, Korrektur. Es ist der
Mond!“ meldete Glenn Morris, der am Funkpult saß. „Richte Peilung ein, Funkantenne fährt aus, richtet
sich ein, Peilung kommt! Oh!“ Ein Oszilloschirm fuhr an, ein Blip kam. Er räusperte sich und drehte etwas
verwirrt den Kopf in Richtung Dhark: „Es sind Signale der Mysterious. Wir kennen die Kodierungen und
Verschlüsselungen inzwischen sehr gut.“ Ren wendete sich um: „Anja, können sie diese Funksignale bitte
entschlüsseln„ bat er. Anja Riker, die Mysterious-Mathematikerin, nickte und machte sich an einem
Seitenpult sofort an die Dekodierung. Sie murmelte dabei vor sich hin: „Slitt hoch kny...gnark verzo flirk,
permutiert mit knor, tensoriert lask... hypergeometrisches Varzo-Vierbein mit Zeta-Funktion gegen
Slydom-Tarskis Satz, aha, analytischer pull-back, fortgesetzt und multikompensiert im tensoriellen
Breuer-Raum konvergiert gegen raumzeitliche Renormierungskante drei hoch terz., Brand-Konstante
positiv...thradytischer Sprung aktiv gegen zwei-blau...“ Sie machte eine kurze, überlegende Pause. „Sly
gringer hoch flex....“ war dann noch zögernd zu hören. Einige der Besatzung wichen zurück und die
anderen ließen sie allein vor sich hin arbeiten und hörten dem Fachchinesisch nicht mehr zu, das sie
ohnehin nicht verstanden... eine Mischung aus terranischer und Mysterious-Mathematik. Das war für die
meisten an Bord der POINT OF eben doch zu hoch.
„Kontakt zum Checkmaster noch immer unterbrochen, unbekannte Sternregion, keine Kursdaten möglich!“
meldete Congollon, der gerade zwei neue Kadetten der Flotte ausbildete: Rael Real, einen großen Blonden,
der gern braune Schuhe trug und Burt Krand, der ursprünglich Journalist der Terrania Morning Post werden
wollte, sich dann aber doch für eine Flottenlaufbahn entschieden hatte. „Verdammt!“, sagte Riker erneut:
„ausgerechnet diesmal haben wir Arc Doorn nicht an Bord. Wer macht jetzt die Verbindung wieder klar?“
„Niemand!“, sagte Dhark fast fröhlich: „Wir landen auf diesem superblauen Planetenmond da und erkunden
die dortige Basis der Mysterious. Schließlich muss eine da sein; mindestens ein Funkrelais.“. Er nickte Anja
Riker zu, die mit einem Datenkristall auf ihn zukam. „Habe alles entschlüsselt, war nicht schwer! Der
Funkspruch war an uns! Ich meine, die PO wurde von der fremden Basis angefunkt! Text etwa: Station
Kenta. Urr-I an Raumer: Haupt-Landebasis 1 frei. Leitstrahl und Landekoordinaten erwünscht?
Lande-Automatsteuerung gewünscht?“
Ren Dhark machte ein grimmiges Gesicht: „Funken sie zurück: Glenn! Ersteres ja, zweitens nein! Ich lasse
die POINT OF nicht gerne durch fremde Automatiken fliegen. Außerdem: seid wachsam! Wer weiß, wer
sich da unten alles rumtreibt: womöglich Tels oder Giants...“
„Robonen“ murmelte Dan Riker. „Na, dieses Problem sind wir inzwischen los...“ lachte Congollon vom
Steuerpult aus.
Dhark nickte: „Ein Nachteil allerdings. Wenn der Spruch an uns war, gibt's dort eventuell kein Funkrelais
zur weiteren Nachrichtenübertragung. Na, wir werden sehen. Geben Sie ihm die Kodes, Anja!“
„Kenta-Urr-I?“ machte Miles Congollon fragend. „Das klingt ja wie Kentauri...?!“ Damit hatte der Planet
seinen Namen weg. Die ganze Besatzung begann jetzt, ihn so zu nennen. „Obwohl wir gar nicht im
Centaurus stehen!“ unkte Miles Congollon an der Triebwerkskontrolle.
Das Schiff flog näher, der Planet wuchs in den Schirmen von Murmelgröße zu einem Ballon an:
„Beobachtung, ein kleiner, blauer Mond!“ meldete Morris: „Funk-und Ortungspeilung zeichnen. Da gibt's
eine Stadt... oh... und einen goldenen Menschen! Ziemlich klein allerdings: die Statue ist kaum 10 Meter
hoch. Es muss sich hier nur um eine kleinere Nebenstation der Mysterious handeln. Raumhafen
identifiziert.“
„Gut“ befahl Dhark: „Leiten Sie Landung ein!“
Der Sternensog wurde abgeschaltet. Die POINT OF sprang den Planeten an. Der SLE-Antrieb kam als das
Schiff unter die Retardierungsschwelle glitt. Näher und näher kam der Planet, bis der Ringraumer in die
Atmosphäre eintauchte und Dhark ihn sanft vor dem Eingang zu einer kleinen Stadt aus graublau
leuchtenden Gebäuden landen ließ. Der SLE erlosch. Der Ringraumer war in einer unbekannten Gegend der
Galaxis auf dem unbekannten Mond eines unbekannten Planeten gelandet.
„Na, wie wärs!“ Dhark lachte Riker an: „Wir beide gehen raus! Alle anderen bleiben erst mal an Bord in
Bereitschaft an den Flash und an den Geschützen. Larsen: Flash-Bereitschaft, Clifton: klar bei Feuer-Leit!.
Die Cyborgs können uns zur Not raushauen. Kommst Du mit?“ Er wandte sich um an Dan Riker. --- Riker
grinste zurück: „Wie in alten Tagen, was? Natürlich komme ich mit. Raumanzug?“
Dhark nickte: „Man weiß ja nie: Mysteriousanzüge. Bei der kurzen Entfernung wird kein Flash benötigt.
Wir gehen zu Fuß! Die Jungs können uns dann immer noch raushauen.“
Dhark und Riker verließen die Zentrale des Ringraumers. Beinahe wäre Dhark über ein vorüberflitzendes,
kleines, schnelles schwarzes Etwas gestolpert... „Das war doch Jimmy! Wieso hat es der so eilig?“ Der
Robothund rannte weiter: „Entschuldige! Keine Zeit! Keine Zeit! Muss schnell einen Auftrag des Dicken
ausführen!“ So quetschte er aus dem Schnauzenwinkel hervor, während er weiterlief. Dabei trug er etwas
im Maul, das verdächtig nach einer großen Zigarrenkiste aussah... Dhark und Riker gingen lachend weiter.
„Solange er keine Cognacflasche trägt...!“ flachste Riker. Kurz darauf standen sie vor dem Schiff auf dem
Boden des graublauen Raumhafens. „Wir gehen dort zum Eingang!“ ordnete Dhark an. „Ich will mir erst
mal den Goldenen ansehen. Das Ganze sieht wie eine weitere Fluchtstadt aus, aber kleiner als auf den uns
schon bekannten Welten.“ Sie näherten sich dem Eingang und das Schott vor ihnen fuhr anstandslos auf,
wie zu einer Einladung. Dennoch waren sie vorsichtig, als sie hineingingen... Zwischen zwei spiralförmigen
Denkmälern aus leuchtenden, grauen Wänden, die wohl die Spiralgalaxie darstellen sollten, stand der
Sockel mit dem Goldenen. Beide blieben kurz davor stehen.
Ren Dhark und Dan Riker standen vor der Statue des goldenen Menschen. Fast ehrfurchtsvoll sahen sie an
ihm hinauf und erkannten die fremde Technik, ohne sie jedoch entschlüsseln zu können. „Werden wir je
Riker. „Komm, lass' uns weitergehen!“
Dhark schob entschlossen das markante Kinn vor. Riker und er betraten die kleine Stadt, die sich hinter der
Statue des Goldenen erhob. Es handelte sich nur um einige niedrige Gebäude, deren Schotten verschlossen
waren. Die Häuser hatten die seltsame Form von kleinen Ringpyramiden. Sie klapperten der Reihe nach alle
ab, aber jedes Tor war zu... und Dhark wollte erst einmal keine überflüssigen Zerstörungen anrichten. Bald
waren alle Häuser abgelaufen. Dan Riker wurde plötzlich auf etwas aufmerksam. „Da hinten!“ Er wies auf
ein Gebäude an der Mitte der hinteren Peripherie der kleinen Station. „Dort sollten wir hingehen. Das sieht
aus wie ein Eingang in untere Etagen!“
„Ja!“ machte Dhark grimmig aber ironisch: „die Wahrheit findet sich nur in der Tiefe!“
Sie gingen auf das Gebäude zu. Es war breiter als tief, wie es von außen schien. Das große Metallschott fuhr
anstandslos mit einem Zischen auf. Beide betraten das kleine Gebäude. Ein mit bläulicher Energie
umhülltes Gerät stand vor ihnen. Zwei kleinere Ringantennen standen horizontal übereinander. „Ein
Transmitter!“ rief Dhark überrascht: „Es gibt anscheinend keine direkte Verbindung zum Stadtinneren.
Sollen wir?“ Einladend hob er Riker die Hand entgegen. Dieser seufzte nur: „Na schön, los geht's!“ Beide
betraten nacheinander den kleinen Einpersonentransmitter. Mit einem wallenden Zischen beförderte er
jeden der Beiden an einen noch fremden, unbekannten Ort. Zunächst erschienen sie in einer großen Halle,
die am Rande mit Gebäuden von unbekannter Form gesäumt war: „Seltsame Ringpyramiden!“ stellte Riker
fest, „noch nie gesehen!“ Dhark hatte inzwischen einige Schotte geöffnet: „Gedankensteuerung, Dan!“
stellte er fest und öffnete mental alle Tore der pyramidenartigen Behausungen, damit er wenigstens auf die
Schnelle einen Check machen konnte. Bald fanden sie also auch im größten, zentral gelegenen der
Ring-Pyramiden einen weiteren, diesmal vertikal eingebauten Ringtransmitter, den sie auch schnell
verwendeten.
Die Beiden materialisierten anstandslos. Ein blaues Glühen war vor ihnen zu sehen, ein mehrfaches Zischen
zu hören. Vor ihnen befanden sich mehrere mannsgroße Maschinen aus blau leuchtendem Unitall, die
ununterbrochen arbeiteten. „Das sieht aus wie die Maschinenhalle auf Deluge!“ meinte Riker und ging
vorsichtig näher. „Sei aber vorsichtig! Dieser Ort könnte gesichert sein: Kegelroboter oder Kampfdroiden!„
warnte Dhark. An diese Robs hatte er unangenehme Erinnerungen aus einem vorhergehenden Abenteuer.
„Es ist dennoch besser, wir trennen uns. Bleib' über Vipho-To-Funk mit mir in Verbindung!“ Riker nickte
zustimmend und wandte sich dann nach links an die Peripherie des großen Saales, während Dhark über eine
Rampe durch die Mitte ging, bis er an einem Schaltpult einen Lichtschalter fand, den er betätigte. Ein leicht
bläuliches Leuchten legte sich über den Saal. Als er weiterging, fand er zwischen einigen Maschinen noch
ein weiteres Steuerpult, das ihm ein Schott an einer Seitenwand öffnete. Auch hier befand sich einer der
bekannten Ringtransmitter. Entschlossen betrat Dhark ihn, nachdem er Riker über To-Richtfunk Bescheid
gegeben hatte.
In einem blauen Glühen materialisierte er blitzend. Schnell sah er um sich, fand aber keinen Gegner.
Stattdessen sah er sich einem seltsamen Labyrinth gegenüber aus metallenen Wänden mit diversen
Durchgängen darin. „Na, dann wollen wir mal!“ sagte er grimmig: „Wie der Minotaurus...“. Er begann, sich
durch das Labyrinth zu tasten, um damit vertraut zu werden. Irgendwo würde es schon einen Ausgang
geben.
Riker stand vor einem sich plötzlich einladend öffnenden Schott. Oder war das Tor eine Falle? Dennoch
ging er hindurch, wenn auch vorsichtig, die Hand am Blaster, den er aber immerhin stecken ließ.
Brücken? Stege? Vor ihm lagen kleine, schmale Stege über ebenso enge Gräben gespannt, kleine Brücken
über gar nicht so tiefe Abgründe, aber da reinfallen wollte Riker auch nicht, zuckten ihm doch beim Blick
nach unten grünliche Reflektionen von Duststrahlfeldern entgegen. „Das muss wohl eine Art
erwiderte er zurück: „ Sei bloß vorsichtig und fall' da nicht rein!“ Riker nickte nur, obwohl Dhark das
naturgemäß nicht sehen konnte, da an anderem Ort befindlich. Vorsichtig setzte Riker über die Stege; ab
und zu musste er Löcher in den kleinen Wegen springend überwinden. „Lücken in den Brücken voller
Tücken“ murmelte er; der rote Fleck erschien auf seinem Kinn. Mitunter war sogar mit etwas Anlauf einer
der kleinen Gräben ganz zu überspringen. „Schade, dass in den Mysteriousanzügen kein A-Grav eingebaut
ist!“, murrte er bei einem besonders schwierigen Sprung, doch er kam mit einem gewaltigen Satz über die
Lücke. Endlich hatte er das Ende des hohen Saales erreicht und ein Schott gefunden. Ein Druck auf einen
Wandschalter öffnete es auch anstandslos. Riker wollte hindurchtreten, doch er prallte zurück...
Ren Dhark hatte das Labyrinth inzwischen durchquert; nachdem er kein Schema darin gefunden hatte,
versuchte er den Durchgang einfach auf gut Glück, was ihm wohl auch gelang. An einem Sackgassenende
des Labyrinthes fand er einen Wandschalter, den er vorsichtig drückte. Vielleicht öffnete sich irgendwo in
Sichtweite eine Tür. Es würde schon nichts explodieren... Aber es schien sich nichts zu tun. Etwas später
aber fand Dhark am anderen Ende des Wirrwarrs einen Durchgang in einer Wand, den er vielleicht mit
diesem Schalterdruck geöffnet hatte. Er trat vorsichtig hindurch. Das war gut so, denn plötzlich fächerte der
blau schimmernde Gang, der sich vor ihm aufgetan hatte, auf in eine kleine Halle, die von
Kegelwachrobotern besetzt war. Dhark wollte die Waffe heben, doch bemerkte gerade noch, dass die Robs
sich nicht rührten. Sie waren wohl ausgeschaltet. Dennoch war ihm etwas mulmig, als er so zwischen den
zwar stillen, aber hoch aufragenden Kolossen hindurchging. Hinter den Robs fand er erneut ein Schott, das
in einen Lagerraum zu führen schien. Oben an der Wand schien eine Wartungstür zu sein. Dhark schleppte
ächzend (und fluchend) ein paar Blechkisten zusammen, die er aufeinander stapelte, bis er das
Wartungsschott erreichen konnte. Er nahm sein rotes Allzweckwerkzeug aus der Tasche des
Mysterious-Kampfanzuges und klappte es auf: „Den Gry zuerst verwenden“ murmelte er, denn dieses hier
war nicht das erste Wartungstor, das er in einer Basis der Geheimnisvollen öffnen mußte: „Dann den Nybb
durch die La-assä ziehen! Bingo: Tür offen!“ Die Mysteriousbegriffe hatte er damals auf Deluge mit Anja
Field gemeinsam durch Mentcaps gelernt. Weil sich Beide stark mit der Sprache beschäftigt hatten, waren
die Begriffe von ihnen nicht vergessen worden.
Er kroch durch das Schott. Dann musste er einen etwas längeren, häufig winkligen eckigen Gang
durchkriechen. Mühsam ächzend, kroch er voran...
Dan Riker schnellte zurück und sprang gerade noch rechtzeitig zur Seite. Instinktiv flammte sein Blaster
auf, und traf einen drohend auf ihn zufahrenden Kegelwachrobot in der mittleren Höhe seiner metallenen
Gestalt. Der Dust-Strahl schlug ein Loch in den Rob, so dass dieser qualmend stehen blieb, während sein
eigener Strahlschuss neben Riker in die Wand schlug. „Verdammt! Das war knapp!“ fluchte der, wich
zurück und schlug das Schott gerade noch rechtzeitig zurück in die Fassung, ehe die auf seinen Strahlschuss
erfolgende Explosion des Roboters ihm noch etwas anhaben konnte. Das Tor hielt sogar dem
Explosionsdruck einwandfrei stand. Vorsichtshalber wartete Riker noch fünf Minuten, dann schwang er
sich mit erhobener Waffe erneut durch das Schott. Die Wändewaren schwarz gefärbt, das blaue Glühen
drang nur noch mühsam hindurch; von dem Rob aber war bis auf ein paar herumliegende Schrotteile nichts
mehr zu sehen. „Na alsol“, atmete Dan Riker auf: „dem Blechkameraden hab' ichs aber gegeben!
Hoffentlich tauchen die nicht im Dutzend auf! Dann wird's fatal!“ Er gab an Dhark eine warnende
Nachricht durch, die dieser knapp bestätigte, während er durch den Wartungsgang weiter vordrang. Endlich
hatte er einen Ausgang erreicht. Er griff zu seinem Werkzeug und wiederholte die vorigen Anwendungen in
umgekehrter Reihenfolge. Das Tor klappte auf und er schwang sich ächzend hinaus und sprang auf den
Boden. Diesmal öffnete sich die Tür eines weiteren Lagerraumes von innen und Dhark trat hinaus auf einen
weiten Gang. Dieser schien in eine Art Navigations- und Funkzentrale zu führen. „Na also!“ atmete Ren
auf: „hier müssten eigentlich Sternkarten oder kosmonautische, astrographische Unterlagen zu finden sein,
die uns etwas über unseren Standort verraten können!“
Er rief Riker, der seinen Standort ortete; beide waren gar nicht so weit voneinander entfernt, sie hattenoffensichtlich nur verschiedene Wege durch den Stützpunkt gefunden. Ren traf Riker am hinteren Eingang
des Navo-Saales. Dieser war offensichtlich etwas schneller und weiter vorangekommen als Ren. Beide
begannen, die Pulte der technischen Konsolen zu untersuchen, um eventuelle Unterlagen zu sichten. „Hier!“
rief Riker, der an einem kleinen Schaltpult hantierte, bis ein Monitor aufleuchtete. Dynamische Sternkarten!
GG minus 20? Noch nie gehört!“ Er kopierte die Kartendaten von dem Monitor auf sein Armbandvipho.
Desgleichen tat Dhark mit einem weiteren Monitor eines anderen Funkpultes. „Erst einmal Daten
aufnehmen. Auswerten kann sie die astrophysikalische Abteilung unter Craig und Bentheim dann immer
noch!“ Riker grinste erfreut: „Vergiß Lionel nicht! Der will sicher auch seinen Senf dazugeben!“ Beide
arbeiteten schnell aber gründlich. Nach einer halben Stunde waren sie fertig. Jetzt stand nur noch der
Rückweg an.
Doch dieser sollte nicht ganz so einfach sein, wie sie bald feststellten. Denn kaum öffneten sie das Schott
zum Nachbargang, erschien fast ein Dutzend der kegelförmigen Wachrobots. Ohne Rücksicht auf Verluste
mußten sich beide gnadenlos den Weg freischießen. Ein Rob nach dem anderen explodierte lautstark.
„Schlimmer geht's nimmer“ ärgerte sich Riker, als sie, durch die Mysteriousanzüge geschützt, die
ausgeglühten Gänge entlang zurückgingen. „Oh doch!“, erwiderte Dhark grimmig: „Wir lagen vor My
Zentauri und hatten die Tels an Bord...“ „Erinnere mich nicht!“ sagte Riker, der den Satz mit Absicht
fehlverstand, und schauderte unwillkürlich: „Das Vario...! Der Vank und sein Kluis. Oder der Kluis und
sein Vank...? Zur Sternenhölle mit beiden!“ Dhark nickte nur zustimmend, mehr wollte er jetzt dazu nicht
kommentieren.
Beide gingen stumm weiter. Noch dreimal mussten sie sich ihrer Haut gegen anstürmende Robottrupps
erwehren, während sie mühsam über einige Wartungsplattformen hüpften, diverse Rampen überspringen
mussten und dann noch einige wacklige Bretter überstehen, dann hatten sie endlich einen blau leuchtenden
Ringtransmitter erreicht, der sie in der Raumhafenvorhalle wieder ausspie. Dhark nahm sofort Kontakt zur
POINT OF auf und ließ sich jetzt doch durch einen unbemannten, auf Gedankensteuerung geschalteten
Flash abholen.
Die Auswertung der astronomischen Daten erfolgte in der Abteilung der Astrophysik. Spence Bentheim
sichtete mit Hilfe von Jens Lionel die mitgebrachten Unterlagen. „Hier ist der Sagittariusarm,
zweifellsfrei...“ sagte er. „Hier, schauen sie mal! Fande? Noch nie gehört. Muss ein Mysteriousbegriff sein.
Ah, hier sind wir! Da ist der blaue Mond! Jetzt sehe ich klar.“
Als Dhark hörte, dass der Standort eindeutig bestimmt sei, ließ er die PO wieder starten. Mit SLE flog das
Schiff ins All. „Prüfen Sie Checkmaster“ befahl er in einem Orbit um den kleinen, blauen Mond.
„Checkmaster anrufbereit, Nav-Astrodaten kommen, Hyperraumverbindung klar!“ meldete Tino Grappa
vom Funk her. Dhark ließ das Schiff auf Sternensog schalten. Der unitallblau leuchtende Ringraumer raste
davon, den Sternen entgegen. Das Intervall fiel zusammen, die Transition Richtung Galaxisrand erfolgte.
Wo würde sie das Schiff diesmal hinführen? Würden sie die Mysterious endlich finden? Aber zunächst
sollte es erst einmal Richtung Heimat gehen: der Erde.
© Holger Döring, 2014

4
Besucht meine Galerie!
__________________________________________
Lese gerade: Die Drohung aus dem Hyperraum...Schwarze Heft-Serie Band 31 (und 32/33...)

Benutzeravatar
Schlomo Gross
Wächter
Wächter
Beiträge: 2770
Registriert: 16. Jul 2005, 22:58
Wohnort: München
Kontaktdaten:

Beitrag von Schlomo Gross » 7. Feb 2016, 01:25

Ja. Passt schon. Astrein. Wann geht`s weiter?

Und was hältst du davon, eine RPG (in der Bedeutung von: Richtig Prima Geschichte) zu starten, an der jeder mitschreiben kann/soll?

Oder soll ich einen (seeeehr kurzen) Anfang dazu schreiben?

Schalom, Schlomo
@NSA: F**k you! Take this: tails, linux, USB, CD, secure desktop, IRC, truecrypt, tor.

Hajo fehlt mir.

Benutzeravatar
Nobby1805
Wächter
Wächter
Beiträge: 2543
Registriert: 7. Aug 2005, 17:41
Wohnort: Essen

Beitrag von Nobby1805 » 7. Feb 2016, 11:38

an zwei Stellen hatte ich das Gefühl, dass durch Copy und Paste etwas verloren gegangen ist
entschlüsseln zu können. „Werden wir je
Riker. „Komm, lass' uns weitergehen!“
„Das muss wohl eine Art
erwiderte er zurück: „ Sei bloß vorsichtig
RD Leser ab Heft 18 ..., nach Frust durch Heft 98 bis 2004 in anderen Universen verloren gegangen.
Lese zur Zeit: Der Angstmann

Benutzeravatar
AARN MUNRO
Scoutboot Pilot
Scoutboot Pilot
Beiträge: 19
Registriert: 15. Okt 2014, 19:56
Wohnort: Berlin

Beitrag von AARN MUNRO » 8. Feb 2016, 11:14

@Nobby 1805:Ja, das kann passiert sein, dass beim c&p einige Stellen verlorengingen.. Der Ursprung war eine pdf und mein Rechner kopiert nur Einzelseiten, nicht übergreifend alles...deshalb musste ich es wieder zusammensetzen, die Fehlstellen sind also immer an den Enden der Seiten, grins. Ich reparier das mal demnächst...
@Schlomo: Prima! Mir ist egal, ob Du dieser Story hier fortsetzen möchtest (danach mach ich dann weiter...oder jeder, der will), oder wir eine neue anfangen sollten. Themen und Ideen hat jeder sicher genug...ha, das ist wie in alten Zeiten der "Schmelztiegel"...(das war eine Fandom-Parodie auf die "Space-Beagle"). dann müsste man aber (ohne gedachten Zeitsprung) den Bezugsrahmen einhalten; dieses Geschichte hier spielt ja noch in der alten Hauptheftserie...und viele spätere Begriffe sind also noch nicht bekannt...die dürfte man also nicht oder nur sehr behutsam einbauen...
Besucht meine Galerie!
__________________________________________
Lese gerade: Die Drohung aus dem Hyperraum...Schwarze Heft-Serie Band 31 (und 32/33...)

Antworten