Jau, ich kann das, was UHG schreibt bestätigen und eine kleine Geschichte dazu beitragen, die zeigt, dass sowas nicht auf die Schule beschränkt ist.
Ich hatte im Studium einen Prof, der mich nicht abkonnte. Ich weiß bis heute nicht, was ich dem getan habe, aber er hat mich gedrückt, wo er konnte, egal wieviel ich gestrampelt und gewusst habe.
Das Highlight war dann die mündliche Prüfung in "Rechnerarchitekturen". Ich wusste, dass er wieder versuchen wird, mir eine reinzudrücken und habe wirklich gebüffelt. Und es kam, was kommen musste: Mein "Freund" hat sofort angefangen, mich über den Datenflussrechner zu befragen (der ist völlig anders aufgebaut als alle anderen Rechner, und daher etwas schwer begreiflich, wenn ich das mal so sagen darf). Ich habe wie aus der Pistole geschossen die richtige Antwort geliefert und der mitprüfende Professor meinte anerkennend: "Donnerwetter, das haben wir heute schon deutlich langsamer gehört!"
Darauf mein "Freund": "Naja, sooo doll war's jetzt auch wieder nicht." *kopfpatsch*
Der "Nasenfaktor" spielt also auf jeden Fall eine große Rolle. Aber geschlechterspezifische Bevorzugungen gibt es auch, wobei ich das i.d.R. so erlebt habe, dass Frauen eher die Jungs bevorzugen und Männer eher die Mädchen. Wobei ich in der Grundschule auch schon die Tendenz gesehen habe, dass dort GRUNDSÄTZLICH die Mädchen bevorzugt werden, weil Jungs ja eh alle "grob und nur mäßig intelligent" sind.
Ich habe auch mal als Betreuer in der Firma die Diplomarbeit einer Studentin betreut. Da hatte ich dann harte Diskussionen mit ihrem Prof, der mit Gewalt eine 1 vor dem Komma der Diplomnote sehen wollte, obwohl die Arbeit etliche nachweislich falsche Aussagen enthielt. Und das hatte gaaaanz sicher nichts damit zu tun, dass es eine junge Frau mit langen blonden Haaren und guter Figur war...
(Nur am Rande: Ich hatte die Dame VOR der Abgabe auf diese Fehler hingewiesen und die Antwort erhalten: "Nee, das ändere ich nicht mehr, dazu habe ich keine Lust."

)