Unitall 37 - Tod der Schwarzen Garde!

... ist die Fortsetzung der Sonderbände - Neuer Verlag, aber gleiches Team und gleiches Buchschema!

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Unitall 37 - Tod der Schwarzen Garde!

Beitrag von Nobby1805 » 15. Jun 2018, 11:44

Tja, leider gibt es ja hier keine Ankündigungen von der Macher-Seite mehr :( :( :(
RD Leser ab Heft 18 ..., nach Frust durch Heft 98 bis 2004 in anderen Universen verloren gegangen.
Lese zur Zeit: Mr. Fitzgerald, Ist da wer?

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Re: Unitall 37 - Tod der Schwarzen Garde!

Beitrag von Nukebox » 15. Jun 2018, 12:19

Nobby1805 hat geschrieben:
15. Jun 2018, 11:44
Tja, leider gibt es ja hier keine Ankündigungen von der Macher-Seite mehr :( :( :(
Prinzipiell könnte man das Forum auch einstellen. Früher war das mal ein toller Ort für den Austausch zwischen den RD-Autoren und der Leserschaft. Das scheinen die hohen Herren und Damen nicht mehr nötig zu haben. Noch ein Grund mehr Hajo und UHG zu vermissen.
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Re: Unitall 37 - Tod der Schwarzen Garde!

Beitrag von tom » 17. Jun 2018, 17:55

Gut möglich :( - Schon schade, aber Hajo und Uwe waren nun mal auch unverwechselbar (und noch dazu konnten sie, was vielen Menschen einfach fehlt (!), mit Kritik umgehen bzw. auch mit Nervensägen wie meiner Wenigkeit (vor allem als ich noch jünger war! Ich meine ich war mit Abstand der Jüngste hier :D und tdem wurde mit mir geredet und ich wurde nicht ignoriert etc.))

Vielleicht sollten wir Ben mal anschreiben bzw. dran erinnern das es uns gibt? :(

mfg Tom
Per Aspera Ad Astra!

Si vis PACEM, para BELLUM!


Von zeit zu zeit seh ich den Alten (ähm...Hajo!!) gerne und hüte mich mit ihm zu brechen, denn es ist gar menschlich von einem so großen Herrn (ähm...Hajo) so menschlich mit dem Teufel (äh...Tom) selbst zu sprechen! xD ^^

=> Jetzt - leider - nicht mehr...Ruhe in Frieden Hajo!

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Re: Unitall 37 - Tod der Schwarzen Garde!

Beitrag von Schlomo Gross » 17. Jun 2018, 19:10

Tom, da hast du mal eine wirklich gute gehabt! Etwas in der Art hatte ich mir vor einiger Zeit auch schon überlegt, mich dann aber dagegen entschieden, da Ben es bisher nicht geschafft hat, Uwes Tod auch nur zu erwähnen. Hatte bei den vorigen RD Büchern noch vermutet, dass hier schon alles geschrieben und zur Druckerei geschickt worden war, aber als dann auch den beiden Neuesten nichts stand ...

Schalom,

Schlomo
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Uwe und Hajo fehlen mir.

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Re: Unitall 37 - Tod der Schwarzen Garde!

Beitrag von Nukebox » 18. Jun 2018, 13:50

tom hat geschrieben:
17. Jun 2018, 17:55
Gut möglich :( - Schon schade, aber Hajo und Uwe waren nun mal auch unverwechselbar
Dem kann ich nur zustimmen. Wir waren nicht immer einer Meinung, trotzdem wurden unsere Meinungen immer ernst genommen. Ich erinnere mich noch an einen Sonderband mit der Schwarzen Garde, der auf der Idee eines Forennutzers basierte.
tom hat geschrieben:
17. Jun 2018, 17:55
und noch dazu konnten sie, was vielen Menschen einfach fehlt (!), mit Kritik umgehen
Damit tun sich sehr viele Leute schwer. Ich sage den Leuten immer, dass sie mich gerne korrigieren und kritisieren dürfen, solange es sachlich bleibt. Teilweise entstehen daraus ziemlich fruchtbare Diskussionen. Wenn man anderer Meinung ist, kann man das auch begründet sagen. I'm not always right but I'm never wrong :wink:. [/quote]


tom hat geschrieben:
17. Jun 2018, 17:55
bzw. auch mit Nervensägen wie meiner Wenigkeit
Selbsterkenntnis und so :P.

tom hat geschrieben:
17. Jun 2018, 17:55
Vielleicht sollten wir Ben mal anschreiben bzw. dran erinnern das es uns gibt? :(
Ich glaube nicht, dass das etwas bringen würde. Er und die anderen Autoren scheinen daran kein Interesse zu haben. Dabei sind sie doch ausdrücklich für gute Arbeit gelobt und an anderer Stelle kritisiert worden. Eine Diskussion hat sich daraus nicht entwickelt.
Schlomo Gross hat geschrieben:
17. Jun 2018, 19:10
Tom, da hast du mal eine wirklich gute gehabt! Etwas in der Art hatte ich mir vor einiger Zeit auch schon überlegt, mich dann aber dagegen entschieden, da Ben es bisher nicht geschafft hat, Uwes Tod auch nur zu erwähnen. Hatte bei den vorigen RD Büchern noch vermutet, dass hier schon alles geschrieben und zur Druckerei geschickt worden war, aber als dann auch den beiden Neuesten nichts stand ...
Vielleicht weiß er es schlicht nicht. Ich kann es mir nicht vorstellen, aber die Möglichkeit besteht. Eventuell interessiert es ihn auch nicht. Aber eine Erwähnung (Ehrung) sollte schon drin sein.
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Re: Unitall 37 - Tod der Schwarzen Garde!

Beitrag von Nina » 18. Jul 2018, 16:32

Nukebox hat geschrieben:
15. Jun 2018, 12:19
Prinzipiell könnte man das Forum auch einstellen. Früher war das mal ein toller Ort für den Austausch zwischen den RD-Autoren und der Leserschaft. Das scheinen die hohen Herren und Damen nicht mehr nötig zu haben. Noch ein Grund mehr Hajo und UHG zu vermissen.
Ich kann nur für mich sprechen: Ich schaue alle paar Monate mal im Ren-Dhark-Forum vorbei, um eure Meinungen zu lesen. Für Kritik bin ich persönlich immer offen, allerdings muss ich auch nachvollziehen können, was genau ich verbessern könnte. Dinge wie "Die Agentengeschichte interessiert mich nicht, also habe ich sie überblättert" werte ich als Geschmacksfrage, und über Geschmack lässt sich streiten.

Was uns Autoren hilft, ist, nicht nur zu wissen, was ihr euch wünscht (z.B. mehr Waffen und weniger Amy), sondern vor allem auch, was euch an den Geschichten konkret gefallen und nicht gefallen hat. Nicht gefallen tut einem alles Mögliche: Regenwetter, auf dem Weg zum einem wichtigen Termin auf einer Tremiene ausrutschen, verdorbene Milch, Amy, etc. Was einem gefällt, ist dann doch schon deutlich übersichtlicher: diese Action-Szene, jener Konflikt, dieses Kapitel, der Absatz auf Seit 52, etc.

Wie ihr wahrscheinlich wisst, sitzen wir Autoren bereits an Büchern, die ihr erst in ein paar Monaten in den Händen haltet. Das heißt, wenn ihr die Agentengeschichte lest, ist die nächste Geschichte längst geschrieben. Wir können sie also nicht einfach streichen, weil sie einem oder zwei Lesern nicht gefiel. Anderen Lesern gefällt sie vielleicht, und denen gegenüber wäre es ungerecht, eine Geschichte mitten in der Handlung abzubrechen. Stellt euch vor, jemand schreibt, ihm würden Weltraumschlachten nicht gefallen, und die Geschichte endet zufällig im spannendsten Moment mit einem Cliffhanger. Ihr würdet dem Verlag garantiert böse Briefe schreiben, wenn die Geschichte nicht fortgesetzt würde.

Insofern wäre es für uns besser, wenn ihr schreibt, was euch gefallen hat und was wir eurer Meinung nach konkret tun könnten, um z.B. die Agentengeschichte spannender zu gestalten. Dann nämlich brauchen wir nicht alle Konzepte über den Haufen zu werfen, sondern könnten konkret schauen, wo die Probleme liegen und wie wir sie lösen könnten. Nur als Beispiel: "Ich finde, die Bösen in der Agentengeschichte zu dumm, und kann nicht nachvollziehen, wie die überhaupt so groß geworden sind. Giray und Sanders brauchen sich nicht groß anstrengen. Ein bisschen Schminke reicht. Warum können die beiden nicht mal in echte Lebensgefahr geraten? Eine kleine Schießerei mit Toten wäre auch mal wieder nett."

Ben gibt uns Autoren immer Rückmeldung zu unseren Geschichten, sodass wir wissen, wie wir welche schreiben können, die ihm gefallen. Wenn wir seine Exposés lesen und Probleme sehen, sprechen wir mit ihm darüber. Bei dem aktuellen Exposé habe ich Ben beispielsweise mitgeteilt, warum ich befürchte, dass die Geschichte streckenweise langweilig werden könnte. Daraufhin hat er ein paar weitere Ideen geliefert, damit ich die bemängelten Szenen spannender gestalten kann. Es ist also keineswegs so, dass wir uns für unfehlbar halten und sämtliche Kritik abschmettern.

Tom schreibt, dass er gerne mehr Waffen hätte. Problem: Man kann nicht in jedem zweiten Absatz die Point of aufrüsten. Wäre die Point of das mächtige Schiff der Galaxis, würde niemand mehr Ren Dhark brauchen, denn der Checkmaster könnte auch im Alleingang für Recht und Ordnung sorgen. Dann nimmt er eine Flotte Ringraumer mit, die er selbstständig steuert, und das war's. Vielleicht hockt Dhark dann noch alibimäßig in der Zentrale rum, damit die Bücher nicht in "Checkmaster" umbenannt werden müssen, aber wer will schon Abenteuer über jemanden lesen, dessen größte Herausforderung darin besteht, ein Sensorfeld zu berühren?

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Re: Unitall 37 - Tod der Schwarzen Garde!

Beitrag von Nukebox » 19. Jul 2018, 10:37

Nina hat geschrieben:
18. Jul 2018, 16:32


Ich kann nur für mich sprechen: Ich schaue alle paar Monate mal im Ren-Dhark-Forum vorbei, um eure Meinungen zu lesen. Für Kritik bin ich persönlich immer offen, allerdings muss ich auch nachvollziehen können, was genau ich verbessern könnte. Dinge wie "Die Agentengeschichte interessiert mich nicht, also habe ich sie überblättert" werte ich als Geschmacksfrage, und über Geschmack lässt sich streiten.
Mich hat die Agentengeschichte sehr interessiert und ich würde gerne mehr davon lesen (ich entschuldige mich bei Tom), gerne auch mit einigen technischen Spielereien. :wink:
Nina hat geschrieben:
18. Jul 2018, 16:32
Was uns Autoren hilft, ist, nicht nur zu wissen, was ihr euch wünscht (z.B. mehr Waffen und weniger Amy), sondern vor allem auch, was euch an den Geschichten konkret gefallen und nicht gefallen hat. Nicht gefallen tut einem alles Mögliche: Regenwetter, auf dem Weg zum einem wichtigen Termin auf einer Tremiene ausrutschen, verdorbene Milch, Amy, etc. Was einem gefällt, ist dann doch schon deutlich übersichtlicher: diese Action-Szene, jener Konflikt, dieses Kapitel, der Absatz auf Seit 52, etc.
Ich hatte kritisiert, dass RD mittlerweile mehr Fiction als Science Fiction ist. Neue Technologien, Fragen über die Gesellschaft der Zukunft (wie Industrie 4.0, also wie sieht die Industrie der Zukunft aus), usw. Der Fantasie sind dort keine Grenzen gesetzt.
Nina hat geschrieben:
18. Jul 2018, 16:32
Wie ihr wahrscheinlich wisst, sitzen wir Autoren bereits an Büchern, die ihr erst in ein paar Monaten in den Händen haltet. Das heißt, wenn ihr die Agentengeschichte lest, ist die nächste Geschichte längst geschrieben. Wir können sie also nicht einfach streichen, weil sie einem oder zwei Lesern nicht gefiel. Anderen Lesern gefällt sie vielleicht, und denen gegenüber wäre es ungerecht, eine Geschichte mitten in der Handlung abzubrechen. Stellt euch vor, jemand schreibt, ihm würden Weltraumschlachten nicht gefallen, und die Geschichte endet zufällig im spannendsten Moment mit einem Cliffhanger. Ihr würdet dem Verlag garantiert böse Briefe schreiben, wenn die Geschichte nicht fortgesetzt würde.
Wie gesagt, ich bin ein Fan der Agentengeschichte. Mir ist es (gerade mit Amy und einigen anderen Geschichten, siehe die "erfolgreiche" Bordleben-Reihe in den WiW-Bänden) zu viel Seifenoper und zu wenig Science Fiction. In den ersten Bänden von RD gab es immer viel zu entdecken, die Ringraumerhöhle, die Point-of, verschiedene Bauten der Worgun uvm. Gerade letztere bieten noch viele offene Fragen und Ansatzmöglichkeiten.
Nina hat geschrieben:
18. Jul 2018, 16:32
Insofern wäre es für uns besser, wenn ihr schreibt, was euch gefallen hat und was wir eurer Meinung nach konkret tun könnten, um z.B. die Agentengeschichte spannender zu gestalten. Dann nämlich brauchen wir nicht alle Konzepte über den Haufen zu werfen, sondern könnten konkret schauen, wo die Probleme liegen und wie wir sie lösen könnten. Nur als Beispiel: "Ich finde, die Bösen in der Agentengeschichte zu dumm, und kann nicht nachvollziehen, wie die überhaupt so groß geworden sind. Giray und Sanders brauchen sich nicht groß anstrengen. Ein bisschen Schminke reicht. Warum können die beiden nicht mal in echte Lebensgefahr geraten? Eine kleine Schießerei mit Toten wäre auch mal wieder nett."
Kritik und Verbesserungsvorschläge findest du ja einige im Forum. Mich persönlich nervt Girays Passivität. Überspitzt formuliert lässt er lieber seine Partnerin töten (im doppelten Sinne als Täterin und Opfer :roll: ) anstatt mal selbst aktiv zu werden. Ansonsten bin ich ein Fan der Agentengeschichte, Spannung pur.
Nina hat geschrieben:
18. Jul 2018, 16:32
Ben gibt uns Autoren immer Rückmeldung zu unseren Geschichten, sodass wir wissen, wie wir welche schreiben können, die ihm gefallen. Wenn wir seine Exposés lesen und Probleme sehen, sprechen wir mit ihm darüber. Bei dem aktuellen Exposé habe ich Ben beispielsweise mitgeteilt, warum ich befürchte, dass die Geschichte streckenweise langweilig werden könnte. Daraufhin hat er ein paar weitere Ideen geliefert, damit ich die bemängelten Szenen spannender gestalten kann. Es ist also keineswegs so, dass wir uns für unfehlbar halten und sämtliche Kritik abschmettern.
Meine kleine Provokation sollte eigentlich Ben aus seiner Ecke locken. Ziel meiner Kritiken sind nicht persönliche Beleidigungen oder jemanden zu kränken. Früher habe ich gerne mal alles stehen und liegen gelassen und mit RD begonnen. Mittlerweile ist es teilweise umgekehrt. Ich würde aber sehr gerne wieder zum ersten Zustand zurück und vielleicht ist ein lebhafte Diskussion genau das richtige. Was in anderen Berufen funktioniert, funktioniert bestimmt auch bei euch. Im Forum sind mindestens drei Leute, die gerne an einer Diskussion teilnehmen würden. Stattdessen führen wir Monologe, auch wenn des Wort bei drei Rednern oder Schreibern nicht ganz passt.
Nina hat geschrieben:
18. Jul 2018, 16:32
Tom schreibt, dass er gerne mehr Waffen hätte. Problem: Man kann nicht in jedem zweiten Absatz die Point of aufrüsten. Wäre die Point of das mächtige Schiff der Galaxis, würde niemand mehr Ren Dhark brauchen, denn der Checkmaster könnte auch im Alleingang für Recht und Ordnung sorgen. Dann nimmt er eine Flotte Ringraumer mit, die er selbstständig steuert, und das war's. Vielleicht hockt Dhark dann noch alibimäßig in der Zentrale rum, damit die Bücher nicht in "Checkmaster" umbenannt werden müssen, aber wer will schon Abenteuer über jemanden lesen, dessen größte Herausforderung darin besteht, ein Sensorfeld zu berühren?
Ich kann nicht für Tom sprechen, dass wird er bestimmt bald selbst tun. Wie bereits oben erwähnt geht es mir um mehr Science in Science fiction. Damit geht es auch um Technologien, fremde Phänomene usw. In der Zukunft wird man bestimmt viele Dinge anders angehen als 1963 oder 2003. Irgendwie fehlt mir in den Büchern dafür noch das Konzept. 2063 mutet teilweise wie 2013 an.
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Re: Unitall 37 - Tod der Schwarzen Garde!

Beitrag von Nina » 19. Jul 2018, 13:54

Nukebox hat geschrieben:
19. Jul 2018, 10:37
Wie bereits oben erwähnt geht es mir um mehr Science in Science fiction. Damit geht es auch um Technologien, fremde Phänomene usw. In der Zukunft wird man bestimmt viele Dinge anders angehen als 1963 oder 2003. Irgendwie fehlt mir in den Büchern dafür noch das Konzept. 2063 mutet teilweise wie 2013 an.
2013 gab's schon Hyperraumsprünge? ;)

Was deine Kritik am Zeitgeist betrifft, gebe ich dir teilweise recht. Allerdings hat Ben mir mal erklärt, dass, falls wir zu modern würden, die Leser sich womöglich nicht mehr bei "Ren Dhark" heimisch fühlen würden. Vielleicht erinnerst du dich an die Modernisierung von Star Trek. Ich mochte den ersten neuen Star-Trek-Film, aber ich muss auch zugeben, dass man den Protagonisten Laserschwerter in die Hand hätte drücken und Star Wars auf das Poster hätte draufschreiben können, und keiner hätte den Unterschied bemerkt. "Ren Dhark" soll dieses Schicksal auf keinen Fall ereilen, sondern "Ren Dhark" bleiben, auch wenn es bedeutet, dass die Serie vielleicht nicht wie 2018 geschrieben wirkt.

Bei dem, was du Seifenoper nennst, meinte Ben letztens, dass vielen Lesern es sehr gefallen würde, etwas über das Bordleben zu erfahren und zu sehen, dass die Besatzung der Point of nicht nur aus den Anwesenden in der Zentrale besteht. Als ich kürzlich in den alten Romanen gelesen habe, um für meinen Romanteil zu recherchieren, hatte ich den Eindruck, dass früher tatsächlich mehr "unwichtige" Bordmitglieder eine Rolle in den Geschichten spielten und die Zwischenmenschlichkeiten in der Point of lebendiger geschildert wurden. Ich glaube, das möchte Ben wieder aufgreifen.

Ich darf nicht zu viel verraten, aber bei der letzten Autorenkonferenz 2017 haben wir auch über das gesprochen, was du hier bezüglich der Technologien und fremden Phänomenen angeprangert hast. Deshalb wird Babylon demnächst eine größere Rolle spielen, wie der Titel von WiW 78, "Die letzten Menschen von Babylon", schon andeutet. Falls du die alten Babylon-Geschichten noch kennst, erinnerst du dich vielleicht noch an ein paar Mysterien. Laut unserer Planung wird die nächste Babylon-Geschichte sehr actionreich. Bevor es richtig damit losgeht, brauchen wir aber noch ein paar Bände.

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Re: Unitall 37 - Tod der Schwarzen Garde!

Beitrag von Nukebox » 20. Jul 2018, 15:37

Nina hat geschrieben:
19. Jul 2018, 13:54
Nukebox hat geschrieben:
19. Jul 2018, 10:37
Wie bereits oben erwähnt geht es mir um mehr Science in Science fiction. Damit geht es auch um Technologien, fremde Phänomene usw. In der Zukunft wird man bestimmt viele Dinge anders angehen als 1963 oder 2003. Irgendwie fehlt mir in den Büchern dafür noch das Konzept. 2063 mutet teilweise wie 2013 an.
2013 gab's schon Hyperraumsprünge? ;)
Nein, das meine ich nicht. Klar gibt es 2013 keine Hyperraumsprünge. 2063 und man muss den Ringraumer noch mit einer Kurbel anlassen. :wink:
Heute wird über den Einsatz von Drohnen und Robotern diskutiert, künstliche Intelligenz spielt als Zukunftsthema eine große Rolle. Bei der Armee oder auch bei gefährlichen Aufgaben werden Drohnen oder Roboter eingesetzt. Bei RD rennen teilweise noch sehr viele Soldaten herum, anstatt dort vermehrt auf Roboter zu setzen. Es fehlen nur noch Grabenkämpfe oder Tote im Bergwerk Anfang des 20sten Jahrhunderts zu landen. Klar geht RD gerne mal auf eine Mission, das ist ja auch in Ordnung. Bei Kampfeinsätzen oder Erkundungen steht er aber (überspitzt formuliert) mit ein paar Cyborgs in Unterhosen und mit einer Steinschleuder bewaffnet vor einem unbekannten Gegner oder potentiellen Freund. Meistens sind es Gegner.
Nina hat geschrieben:
19. Jul 2018, 13:54
Was deine Kritik am Zeitgeist betrifft, gebe ich dir teilweise recht. Allerdings hat Ben mir mal erklärt, dass, falls wir zu modern würden, die Leser sich womöglich nicht mehr bei "Ren Dhark" heimisch fühlen würden. Vielleicht erinnerst du dich an die Modernisierung von Star Trek. Ich mochte den ersten neuen Star-Trek-Film, aber ich muss auch zugeben, dass man den Protagonisten Laserschwerter in die Hand hätte drücken und Star Wars auf das Poster hätte draufschreiben können, und keiner hätte den Unterschied bemerkt. "Ren Dhark" soll dieses Schicksal auf keinen Fall ereilen, sondern "Ren Dhark" bleiben, auch wenn es bedeutet, dass die Serie vielleicht nicht wie 2018 geschrieben wirkt.
Die Star Trek und Star Wars Filme bilden hier ein sehr negatives Beispiel. Dort hatte man zu viel Angst mal etwas neues zu riskieren und machte ein Remake der alten Filme. Lediglich die Technologie ist neuer, die Action wurde mehr und der Captain hat jetzt einen Sicherheitsgurt :wink: . Auch die neue Fassung von MacGyver ist in meinen Augen eine Katastrophe. Manche Sachen lassen sich nur in einer bestimmten Zeit positionieren. Heute wäre MacGyver eher ein Hacker als ein Kerl mit Taschenmesser, Kaugummi und Büroklammer. Insofern hast du recht, man kann nicht alle Geschichten modernisieren. Aber vielleicht kann man ein paar kleinere Sachen modernisieren. Ich gebe zu, es ist nicht einfach.
Nina hat geschrieben:
19. Jul 2018, 13:54
Bei dem, was du Seifenoper nennst, meinte Ben letztens, dass vielen Lesern es sehr gefallen würde, etwas über das Bordleben zu erfahren und zu sehen, dass die Besatzung der Point of nicht nur aus den Anwesenden in der Zentrale besteht. Als ich kürzlich in den alten Romanen gelesen habe, um für meinen Romanteil zu recherchieren, hatte ich den Eindruck, dass früher tatsächlich mehr "unwichtige" Bordmitglieder eine Rolle in den Geschichten spielten und die Zwischenmenschlichkeiten in der Point of lebendiger geschildert wurden. Ich glaube, das möchte Ben wieder aufgreifen.
Vielleicht hätte ich es anders formulieren sollen. Die "Idee" von Ben finde ich relativ gut. Die Umsetzung war aber nicht ganz gelungen. Vielleicht solltet ihr mal in den alten Bänden schauen, wie es dort gemacht wurde. Wie er auf die "vielen Leser" kommt, weiß ich nicht. Ich müsste jetzt in den Leserbriefen oder im Forum schauen, kann mich aber nicht an positive Kritiken erinnern. An ein Wort kann ich mich aber erinnern: Lückenfüller. In vielen Büchern findet man eine lebendige Beschreibung der Landschaften, indem die Charaktere gerade sind. Es ist normalerweise keine seitenlange Beschreibung über die Landschaften am Anfang oder Mitte des Buches, in denen die Protagonisten eventuell sein könnten. Vielleicht sollte man das an den passenden Stellen integrieren. Dann merken wir es bestimmt nicht. :mrgreen:
Nina hat geschrieben:
19. Jul 2018, 13:54
Ich darf nicht zu viel verraten, aber bei der letzten Autorenkonferenz 2017 haben wir auch über das gesprochen, was du hier bezüglich der Technologien und fremden Phänomenen angeprangert hast. Deshalb wird Babylon demnächst eine größere Rolle spielen, wie der Titel von WiW 78, "Die letzten Menschen von Babylon", schon andeutet. Falls du die alten Babylon-Geschichten noch kennst, erinnerst du dich vielleicht noch an ein paar Mysterien. Laut unserer Planung wird die nächste Babylon-Geschichte sehr actionreich. Bevor es richtig damit losgeht, brauchen wir aber noch ein paar Bände.
Während der vielen Bände von RD wurden seeeeeeeeeeehr viele Mysterien und Geheimnisse erzeugt, wovon kaum welche aufgeklärt wurden. Oftmals wurde gesagt, dass das später passiert. An die meisten kann ich mich schon nicht mehr erinnern, aufgeklärt wurden sie nicht.. Aber deine Ankündigung macht mich neugierig und das finde ich gut.. :onfire:
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Re: Unitall 37 - Tod der Schwarzen Garde!

Beitrag von Nina » 20. Jul 2018, 18:12

Nukebox hat geschrieben:
20. Jul 2018, 15:37
Bei der Armee oder auch bei gefährlichen Aufgaben werden Drohnen oder Roboter eingesetzt. Bei RD rennen teilweise noch sehr viele Soldaten herum, anstatt dort vermehrt auf Roboter zu setzen.
Das ist, fürchte ich, generell ein Problem von SciFi. Wenn man die heutige Vollautomatisierung, etc. zuende denkt, braucht man in Zukunft keine Menschen mehr, sei es als Arbeiter oder Kämpfer. Menschen sind dann bestenfalls noch Konsumenten. Wovon sollen die Geschichten noch handeln?

Wenn wir ehrlich sind, kann es keine menschliche Figur aus dem Ren-Dhark-Universum geistig mit dem Checkmaster aufnehmen. Würde der Checkmaster rein rational "denken", würde er nicht zulassen, dass Dhark sich überhaupt mit der Point of in Gefahr begibt. Er hat keinen Abenteuerdrang, also würde er am besten gar nirgendwo hinfliegen, denn alles andere wäre Ressourcenverschwendung. Glücklicherweise ist "Ren Dhark" kein Hard-SF, sonst müssten wir eine ganze Menge hinterfragen.
Bei Kampfeinsätzen oder Erkundungen steht er aber (überspitzt formuliert) mit ein paar Cyborgs in Unterhosen und mit einer Steinschleuder bewaffnet vor einem unbekannten Gegner oder potentiellen Freund. Meistens sind es Gegner.
Da stimme ich dir absolut zu. In WiW 77, glaube ich, wird diese Tatsache auch einmal ganz kurz angerissen. Weil Ren Dhark allerdings unser Titelheld ist, dürfen wir ihn nicht einfach demontieren, und Tom würde die Krise kriegen, wenn sein Lieblingscyborg das Ruder übernehmen würde. Also lassen wir einige Fragen unbeantwortet, anstatt irgendwelche womöglich hanebüchenen Erklärungen zu liefern.

Ich bezweifele auch, dass 2018 noch irgendjemand glaubt, dass wir im Jahr 2073 über die Grenzen unseres Sonnensystems herauskommen werden. Als "Ren Dhark" in den 60ern kreiert wurde, hat man es gerade geschafft, einen Raumflugkörper auf der Mondoberfläche landen zu lassen. Wenige Jahre später setzte der erste Mensch seinen Fuß auf den Erdtrabanten. Das waren gewaltige Errungenschaften binnen kürzester Zeit, und das Jahr 2073 lag damals mehr als 100 Jahre in der Zukunft.

Leider hat sich die Raumfahrt in den letzten 50 Jahren nicht so schnell weiterentwickelt wie erhofft, und es sieht nicht danach aus, als ob in den nächsten Jahren jemand einen Fuß auf den Mars setzen, geschweige denn heil zurückkommen wird. Unsere Zukunftsthemen sind wahrscheinlich auch eher sozialer als technischer Natur: Wohin mit 10 Mrd. Menschen? Wie ernähren wir die Menschheit? Was ist mit Gesundheit? Rente? Sozialsystem? Globaler Erwärmung? Energieverbrauch? Hat zwar alles auch irgendwie mit Technologie zu tun, aber an die Kolonialisierung des Weltraums ist eher nicht zu denken.

Wir leben jetzt gerade in der Zeit, wo bei RD die Nationalstaaten abgeschafft werden und Angloter als Einheitssprache eingeführt wird. Das RD-Universum schlägt sich mit völlig anderen Dingen herum als wir.
Auch die neue Fassung von MacGyver ist in meinen Augen eine Katastrophe.
Ach du liebe Zeit, ich wusste nicht mal dass es davon eine Neufassung gibt, aber ich kann nicht behaupten, dass mich das überrascht. Die Amis haben in den letzten Jahren einige alte Konzepte in ein modernes Gewand gepackt.

Wie du schreibst: "Manche Sachen lassen sich nur in einer bestimmten Zeit positionieren." Den alten MacGyver fand ich super. Als Hacker im Jahr 2018 wäre er für mich allerdings unglaubwürdig, weil Leute eine bestimmte Vorstellung davon haben: Entweder Neo aus Matrix oder das hier, aber nicht so einen MacGyver-Typ. "Hacker" mit Angelina Jolie finden heute vermutlich nur noch Kinder unter 10 glaubwürdig. Hier ist mal ein Beispiel von 2015, das in den 80ern spielt und glücklicherweise nicht ernst gemeint ist. RD ist allerdings keine Parodie.

Heute würde ein Schimanski auch keinen mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Ich würde aber echt gerne neue 80er-Schimanski-Folgen schauen mit einem halbwegs jungen Götz George. Als 80-Jähriger würde er nicht mehr so glaubwürdig den Action- und Weiberhelden verkörpern, mal abgesehen davon, dass er mittlerweile leider verstorben ist. Der Tatort hatte einfach gekonnt unsere gemütliche, heruntergekommene Ruhrpott-Atmosphäre eingefangen. Der Dortmunder Tatort wirkt dagegen sehr ... bemüht.

Bei Ren Dhark haben wir den Vorteil, dass keine Figur von einem Schauspieler abhängig ist. Insofern können wir Ren Dhark so belassen wie er war, weil er als Romanfigur nicht altert. Man sollte nur nicht glauben, dass RD eine mögliche Zukunft in Aussicht stellt. Vielleicht in 1000 Jahren, aber sicherlich nicht in ein paar Jährchen.
Aber vielleicht kann man ein paar kleinere Sachen modernisieren.
Wurde doch schon. Ben erzählt mir am Telefon ständig etwas von klickenden Relais (oder so), die wohl in den allerersten Geschichten vorkamen. Und ich glaube, 2015 habe ich mal eine alte Geschichte gelesen, wo sich am Kontrollpult des Hyperkalkulators einer Worgunstation lauter Hebel befanden, die die Leute bedienen mussten. Heute funktioniert bei RD das meiste mit Sensorfeldern, was nicht per Gedankensteuerung geregelt werden kann.
Die Umsetzung war aber nicht ganz gelungen.
Was genau stört dich denn daran? Und über welche Besatzungsmitglieder würdest du denn lieber etwas erfahren?

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Re: Unitall 37 - Tod der Schwarzen Garde!

Beitrag von Nukebox » 21. Jul 2018, 11:09

Nina hat geschrieben:
20. Jul 2018, 18:12

Wenn wir ehrlich sind, kann es keine menschliche Figur aus dem Ren-Dhark-Universum geistig mit dem Checkmaster aufnehmen. Würde der Checkmaster rein rational "denken", würde er nicht zulassen, dass Dhark sich überhaupt mit der Point of in Gefahr begibt. Er hat keinen Abenteuerdrang, also würde er am besten gar nirgendwo hinfliegen, denn alles andere wäre Ressourcenverschwendung. Glücklicherweise ist "Ren Dhark" kein Hard-SF, sonst müssten wir eine ganze Menge hinterfragen.
Ich glaube, dass nicht alle Aufgaben von Maschinen übernommen werden können und sollen. Trotzdem wäre manchmal ein etwas vorsichtigerer Ansatz von RD wünschenswert und man sollte überlegen, ob Menschenleben nicht zu wertvoll sind. Teilweise spielen die hier Kanonenfutter und eine Truppe aus Menschen wird von ein paar Tel aus dem Hinterhalt gemeuchelt. Der Mensch wird bei vielen Dingen nicht mehr an vorderster Fronst stehen, weder in Forschung noch im Konflikt. Als Beispiel fallen mir da Pierre und Marie Curie ein. Beide Nobelpreisträger, Entdecker der Radioaktivität und beide an den Folgen gestorben, weil sie es nicht besser wussten. Heute gibt es Schutzbestimmungen und -ausrüstung.
Nina hat geschrieben:
20. Jul 2018, 18:12
Bei Kampfeinsätzen oder Erkundungen steht er aber (überspitzt formuliert) mit ein paar Cyborgs in Unterhosen und mit einer Steinschleuder bewaffnet vor einem unbekannten Gegner oder potentiellen Freund. Meistens sind es Gegner.
Da stimme ich dir absolut zu. In WiW 77, glaube ich, wird diese Tatsache auch einmal ganz kurz angerissen. Weil Ren Dhark allerdings unser Titelheld ist, dürfen wir ihn nicht einfach demontieren, und Tom würde die Krise kriegen, wenn sein Lieblingscyborg das Ruder übernehmen würde. Also lassen wir einige Fragen unbeantwortet, anstatt irgendwelche womöglich hanebüchenen Erklärungen zu liefern.[/quote] Warum wird hier nicht vermehrt auf Schutzausrüstung und bei Kämpfen auf Roboter gesetzt? Amy muss auch nicht immer als Bodyguard an erster Front stehen, wenn es nicht unbedingt nötig ist.
Nina hat geschrieben:
20. Jul 2018, 18:12
Ich bezweifele auch, dass 2018 noch irgendjemand glaubt, dass wir im Jahr 2073 über die Grenzen unseres Sonnensystems herauskommen werden. Als "Ren Dhark" in den 60ern kreiert wurde, hat man es gerade geschafft, einen Raumflugkörper auf der Mondoberfläche landen zu lassen. Wenige Jahre später setzte der erste Mensch seinen Fuß auf den Erdtrabanten. Das waren gewaltige Errungenschaften binnen kürzester Zeit, und das Jahr 2073 lag damals mehr als 100 Jahre in der Zukunft.

Leider hat sich die Raumfahrt in den letzten 50 Jahren nicht so schnell weiterentwickelt wie erhofft, und es sieht nicht danach aus, als ob in den nächsten Jahren jemand einen Fuß auf den Mars setzen, geschweige denn heil zurückkommen wird. Unsere Zukunftsthemen sind wahrscheinlich auch eher sozialer als technischer Natur: Wohin mit 10 Mrd. Menschen? Wie ernähren wir die Menschheit? Was ist mit Gesundheit? Rente? Sozialsystem? Globaler Erwärmung? Energieverbrauch? Hat zwar alles auch irgendwie mit Technologie zu tun, aber an die Kolonialisierung des Weltraums ist eher nicht zu denken.

Wir leben jetzt gerade in der Zeit, wo bei RD die Nationalstaaten abgeschafft werden und Angloter als Einheitssprache eingeführt wird. Das RD-Universum schlägt sich mit völlig anderen Dingen herum als wir.
Ich glaube auch nicht mehr daran, aber man wird ja wohl träumen dürfen :) . Meine Zukunftsprognose ist leider relativ düster und scheint sich zu erfüllen. Als relativ junger Mensch, der als Europäer aufgewachsen ist und sich auch als ein solcher betrachtet, hatte ich mir mehr von der Entwicklung versprochen. Was in Europa mit ein paar Ländern nicht klappt, wird bestimmt auch mit der Welt nicht klappen. Da sind zu viele verschiedene Interessen zu berücksichtigen. 10 Milliarden Menschen sind einfach zu viel. Egal mit welcher Entwicklungsstufe, 10 Milliarden Menschen lassen sich nicht nachhaltig ernähren. Technologisch stecken wir in einer Art Stau. Dort wo es vorwärts geht und gehen kann, wird man gebremst. Meistens von Menschen ohne Ahnung (nennt man hier Politiker), die mit irgendwelchen erfunden Horrorstories kommen. Bei solchen Gesprächen pflege ich die Leute immer zu fragen, ob sie wissen worüber sie reden. Anschließend frage ich dann, warum sie ahnungslos und ohne Wissen über das Thema mitreden. Vorsicht ist bei neuen Technologien angesagt, leider ist es Angst. Daher hat auch kaum noch jemand Zukunftsvisionen oder einen Plan.

Nina hat geschrieben:
20. Jul 2018, 18:12
Auch die neue Fassung von MacGyver ist in meinen Augen eine Katastrophe.
Ach du liebe Zeit, ich wusste nicht mal dass es davon eine Neufassung gibt, aber ich kann nicht behaupten, dass mich das überrascht. Die Amis haben in den letzten Jahren einige alte Konzepte in ein modernes Gewand gepackt.

Wie du schreibst: "Manche Sachen lassen sich nur in einer bestimmten Zeit positionieren." Den alten MacGyver fand ich super. Als Hacker im Jahr 2018 wäre er für mich allerdings unglaubwürdig, weil Leute eine bestimmte Vorstellung davon haben: Entweder Neo aus Matrix oder das hier, aber nicht so einen MacGyver-Typ. "Hacker" mit Angelina Jolie finden heute vermutlich nur noch Kinder unter 10 glaubwürdig. Hier ist mal ein Beispiel von 2015, das in den 80ern spielt und glücklicherweise nicht ernst gemeint ist. RD ist allerdings keine Parodie.
Ich habe nur die ersten beiden Folgen gesehen, danach wollte ich nicht mehr. Das gewisse Etwas war einfach weg. Glücklicherweise konnte ich etwas dagegen tun und habe mir die alten Folgen MacGyver angeschaut. :mrgreen:


Nina hat geschrieben:
20. Jul 2018, 18:12
Bei Ren Dhark haben wir den Vorteil, dass keine Figur von einem Schauspieler abhängig ist. Insofern können wir Ren Dhark so belassen wie er war, weil er als Romanfigur nicht altert. Man sollte nur nicht glauben, dass RD eine mögliche Zukunft in Aussicht stellt. Vielleicht in 1000 Jahren, aber sicherlich nicht in ein paar Jährchen.
Keine Sorge. Ich verwechsle die Realität schon nicht mit RD. Bisher war es meistens so, dass die Serien oder Bücher immer auch etwas aus dem Zeitgeist des Entstehungsjahrzehnts enthielten. Deswegen mag ich alte Serien so gerne. Kampfstern Galactica gewinnt bei mit gegen Battlestar Galactica, das alte Star Trek gegen das Neue usw. RD sehe ich eher als eine Art Utopie, weil es nie so kommen wird. Wahrscheinlicher ist eine komplette Ausrottung der Menschheit durch sich selbst.
Nina hat geschrieben:
20. Jul 2018, 18:12
Aber vielleicht kann man ein paar kleinere Sachen modernisieren.
Wurde doch schon. Ben erzählt mir am Telefon ständig etwas von klickenden Relais (oder so), die wohl in den allerersten Geschichten vorkamen. Und ich glaube, 2015 habe ich mal eine alte Geschichte gelesen, wo sich am Kontrollpult des Hyperkalkulators einer Worgunstation lauter Hebel befanden, die die Leute bedienen mussten. Heute funktioniert bei RD das meiste mit Sensorfeldern, was nicht per Gedankensteuerung geregelt werden kann.
Ja, es wurden einige Dinge modernisiert. Viele allerdings nicht, wie oben bereits beschrieben. Als Beispiel sind mal die Erkundungen von RD oder die Raumüberwachung zu nennen. Da fehlt mir ein Konzept. Auch viele Technologien sind nicht wirklich zu ende gedacht. Die Technologie der Unsterblichkeit hat sicher noch einige Anwendungen mehr (ohne die Muunkristalle), z. B. in der Medizin oder bei der Reparatur von Raumschiffen.
Nina hat geschrieben:
20. Jul 2018, 18:12
Die Umsetzung war aber nicht ganz gelungen.
Was genau stört dich denn daran? Und über welche Besatzungsmitglieder würdest du denn lieber etwas erfahren?
Es geht nicht um die einzelnen Personen, sondern um die Umsetzung. In den Büchern war es in einem Block (Bordleben 1-X). Vielleicht sollte man das mehr verteilen. Ein zufälliges Gespräch hier und eine kurze Diskussion da.
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Re: Unitall 37 - Tod der Schwarzen Garde!

Beitrag von Nukebox » 5. Aug 2018, 20:11

Langsam nährt sich das Eichhörnchen. Momentan ist das Buch noch sehr zäh.

Allerdings zeigt sich hier sehr schön ein Beispiel, welches ich gerne mal kritisiere.

Achtung Spoiler


Seite 63 und schon sind 3 Soldaten der schwarzen Garde tot. Bei einer Erkundungsmission mit unbekannten Gegebenheiten im Zielgebiet. Anstatt mal eine Sonde zu schicken, sind nun 3 Soldaten weg, deren Potential und Ausbildungskosten verloren sind. Irgendwie passt das nicht.

Andererseits müsste man sich dann teilweise andere Geschichten ausdenken. Wie hat mal jemand gesagt: Eine Lösung zu einer Menge Probleme bei Star Wars wäre es, Geländer an hohen und gefährlichen Überwegen anzubringen. Dann müssten sie sich ja eine Geschichte überlegen. :mrgreen:
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Re: Unitall 37 - Tod der Schwarzen Garde!

Beitrag von tom » 18. Sep 2018, 03:51

Ok, ich lege mal los mit was mich stört:

Elendiger (übertriebener!) Pazifismus (ich will keinen Ren Dhark etc. der jeden Konflikt mit der Waffe löst und erst schießt und dann fragt - falls noch was übrig ist nach Nadelstrahlen, Hy-Kon und Wuchtkannonen)...aber auf sich schießen lassen und sich nicht gleich entschieden zur Wehr zu setzen? Dumm! Seriously, wie sagten die Amis so schön:

Speak softly - and carry a big stick (impliziert wird, das man den Stecken auch benutzt!)

Verstaubende Technologieparks (schon heute würde man Technologie eines Feindes die der eigenen überlegen ist oder neue Möglichkeiten eröffnet sofort produzieren (bestes Beispiel: Amerika und Russland nach WK2, als man deutsche Technologien links und rechts und in der Mitte auch noch gestohlen hat als wenn es kein Morgen gäbe! U.a. steckt z.B. Technologie des U-Boot-Typs XXI in jedem U-Boot das seither gebaut wurde, auch in nuklearen U-Booten! Das STG44 führte zur FN FAL, dem G3, der AK-47 und schließlich zu M16, G36 etc.)) allein was von den Schatten, den Robotern von Eins (allein schon deren Waffen und Schilde - Kompri-Nadel und Karo-Schild), den Tel, den Giants (Presmod!) etc. übrig blieb (vergesse sicher noch einige) ist ein Haufen High-Tech (damit wäre die PO vielleicht in der Lage gewesen sich angemessen gegen die TER-Ringschiffe zu wehren - Pressor bekommt Intervallen nicht wie wir wissen und Kompri-Nadel auch nicht und das Karro-Schild (das auf Intervallen basiert wenn ich mich recht erinnere!) sollte eigentlich Sternensog-Flug ermöglichen!)...hell, sogar von Freunden (Nogk!) könnte man lernen (Allsichtsphäre > Bildkugel vor allem da sie bei Flash immer noch idiotisch angebracht ist - für Worgun geil, aber für Menschen? Nope!)...oder auch das Sensorium das ich (und andere) mal als Möglichkeit zum fernsteuern von Flash/Drohnen etc. ins Spiel brachte ;) (damit wäre eine Rettungsmission im Krisengebiet einfacher (man braucht weniger Flash weil beide Sitze frei sind und gefährdet die Piloten nicht!))

=> Mächtigstes Schiff? Nö, dazu ist die PO zu klein (wäre sie ein Arkan-Schiff könnten wir drüber reden :D )! Aber schlagkräftig wäre sie wieder! Die Po fühlt sich aktuell schwach/schlecht an und das gefällt mir ganz und gar nicht (jedes neue schwarze Ringschiff hält mehr aus und ist Waffenmäßig ebenbürtig und auch die hätten Probleme mit fast allem dem die PO in letzter Zeit über den Weg gelaufen ist!)

Neue Technologie (das Testschiff für Hypergeschwindigkeit!) wird oft zu schnell verloren :(

Beziehungskiste...ja, auch im Science Fiction gibt es Beziehungen, aber dann doch wenigstens interessant! So wie z.B. bei Perry Rhodan Ronald Tekener und Dao-Lin-H'ay (schaut's nach wenn's interessiert) oder Captain Sherridan und Delen (aus Babylon 5) :)

Agenten die Probleme damit haben sich zu wehren (währen wir wieder beim Pazifismus!)...Ömer Giray regt mich hier echt auf (wie hat es der durch die Auswahlprüfung zum Agenten geschafft? Sowas sollte eigentlich ein Auschlusskriterium sein!)

Was mir gefällt:

Raumkämpfe, die generelle Entwicklung (mehr Politik hätte was), ich mag die Wächter (auch wenn ich mir erwarten würde das die anderen mehr eigenständig agieren...die sind so servil!), einige Charaktere (u.a. die Garde Soldaten, Ren Dhark himself (auch wenn ich an seinem Frauengeschmack echt zweifle!), Wallis (best Industrial! So muss ein Unternehmer sein, nicht wie diese Ausbeuter die wir in RL erleben die Innovation lieber tot-treten/schweigen (u.a. E-Mobilität, wo die Autobauer geschlafen haben bzw. nicht mitmachen wollten, bis Tesla ihnen in den Arsch getreten hat!) und miese Löhne bezahlen!))...(muss nachdenken, evtl. wird das hier noch ergänzt)

So, erst mal: Ich habe fertig :)

mfg Tom
ps: Für einen anderen Geschmack ("Ich mag die Agentengeschichte!") braucht man sich nicht zu entschuldigen ;)
Per Aspera Ad Astra!

Si vis PACEM, para BELLUM!


Von zeit zu zeit seh ich den Alten (ähm...Hajo!!) gerne und hüte mich mit ihm zu brechen, denn es ist gar menschlich von einem so großen Herrn (ähm...Hajo) so menschlich mit dem Teufel (äh...Tom) selbst zu sprechen! xD ^^

=> Jetzt - leider - nicht mehr...Ruhe in Frieden Hajo!

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