Uwe Helmut Grave hat geschrieben:Und nochmals nein: Dort gibt es kein Foto, das mich auf der Flucht vor jenen Flugscheiben zeigt.
Hm, das ist eigentlich eine gute Idee für meinen nächsten Urlaub. Ich lege mich dort mal auf die Lauer und schaue, ob mir nicht ein solches Bild gelingt.
Zu den Begrifflichkeiten: Ich stelle auch immer wieder fest, dass man es vielen Deutschen in den letzten 50 Jahren erfolgreich beigebracht hat, bei allem, was auch nur im Entferntesten im Zusammenhang mit dem Dritten Reich stehen KÖNNTE, reflexhaft zusammenzuzucken und auf Abwehr zu gehen. Warum eigentlich?
Damals war nicht alles schlecht, genauso wie heute nicht alles gut ist. Dass Völkermord und Kriegstreiberei eine Sauerei sondergleichen sind, das steht außer Frage, genauso wie diese krude Rassenlehre und sonst noch ein paar Dinge. Aber was bitte ist schlecht daran, unsere Sprache zu verwenden?
BTW: Das mit dem "reflexhaft" hat man übrigens auch am "Linken Rand" geschafft. Sobald das Wort "Kommunismus" fällt, reagieren hierzulande alle mit "Oh Gott, oh Gott, bloß nicht! Die nehmen einem alles weg!". Das ist ungefähr der gleiche Blödsinn, denn man hat den Leuten weißgemacht, dass das, was in vielen sog. kommunistischen Staaten praktiziert wird, Kommunismus sei. Ist es aber gar nicht, die nennen das nur so. Es ist also eine recht perfide Form von Ettikettenschwindel.
Gleiches gilt übrigens für "Anarchie". Die meisten Menschen verbinden das sofort mit Terror, Bombenlegen, Mord, Totschlag, Sodom und Gommorra. Das ist auch völliger Blödsinn. Nur weil man regierungslos ist, muss man noch lange nicht wild übereinander herfallen. Gut, dass es sicherlich mehr als genug Leute gibt, die das tun würden, steht auf einem anderen Blatt, hat jedoch mit dem Begriff selbst nichts zu tun und rechtfertigt auch nicht dessen falsche Interpretation und die damit verbundenen Reaktionen darauf.
Aber ich schweife ab.
