Ich bräuchte mal einen Tipp von den Profi-Autoren

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raiseer
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Ich bräuchte mal einen Tipp von den Profi-Autoren

Beitrag von raiseer » 19. Mai 2012, 13:23

Aaalso. Ich hab' ein kleines Problem beim Schreiben. Und zwar weiß ich nicht, wie ich den Ablauf von Zeit vernünftig darstellen soll.
Folgende Situation:
Zuerst werden die Geschehnisse (A) beschrieben.
Dann vergehen zwei Tage (2T), in denen nix passiert.
Dann folgen andere Geschehnisse (B), die mit A nichts zu tun haben.

Dann kommt ein Kapitelwechsel. Am Anfang des neuen Kapitels werden die Geschehnisse von A fortgesetzt, allerdings halt zwei Tage später (nämlich während B), was auch erwähnt wird.

Dadurch, dass 2T nicht erwähnt wird, wirkt es jedoch, als ob B direkt nach A geschehen würde, und daher die Fortsetzung von A im neuen Kapitel (wo ja gesagt wird, dass zwei Tage vergangen sind), für den Leser so wirken, als ob sie zwei Tage nach B passieren würden. Währenddessen wird dann von den Personen aus A festgestellt, dass B gerade passiert. Was für den Leser verwirrend ist.

Wie kriege ich es also hin, zwischen A und B klarzustellen, dass zwei Tage vergehen, ohne mir belanglosen Inhalt aus den Fingern zu saugen oder "Zwei Tage später" zu schreiben?
Habt ihr da einen Rat/Tipp/Hinweis?

Vielen Dank schonmal.

P.S. Ich beziehe mich hier auf das Ende von Kapitel 5 und den Anfang von Kapitel 6 meines Romans (also bereits "veröffentlichte" Kapitel), wollte nur nichts spoilern, deswegen die ungenaue Umschreibung.
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Uwe Helmut Grave
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Re: Ich bräuchte mal einen Tipp von den Profi-Autoren

Beitrag von Uwe Helmut Grave » 19. Mai 2012, 14:30

raiseer hat geschrieben:Währenddessen wird dann von den Personen aus A festgestellt, dass B gerade passiert.
Womit dem aufmerksamen Leser alles klar sein dürfte.
raiseer hat geschrieben:Was für den Leser verwirrend ist.
Nur für den unaufmerksamen Leser.

Querlesen ist sicherlich eine gute Sache, wenn man Sachbücher oder langweilige Behördentexte inhaliert, doch wer einen Roman nur überfliegt, darf sich nicht wundern, wenn er die Handlung nicht begreift. Bei Bedarf muß man halt ein paar Seiten "zurückspulen". (Oder man beschimpft den Autor als Stümper und lässt sich die Geschichte hinterher von ihm erklären, das spart wertvolle Lesezeit. :nod:)
Wer letzten Donnerstag auf dem ARD-Kanal "Sherlock" gesehen hat, wird verstehen, was ich meine. Diesen temporeichen Film musste man konzentriert mitverfolgen, damit einem kein Gag und kein bisschen Handlungsstrang entging, denn was anfangs den Zuschauer verwirrte, fügte sich nach mehrmaligem Kippen der laufenden Handlung letztlich zu einem Großen und Ganzen. Ich liebe gute Krimis!
Freude am Lesen! U.H.G.

Hajo hatte Eier.

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Beitrag von raiseer » 19. Mai 2012, 15:49

Hm. Na dann lass ich das so :)
Danke fürs Antworten, Uwe.

Info nebenbei: Keiner meiner Testleser hat sich dadurch verwirren lassen, aber ich ging davon aus, dass diese nicht aufmerksam genug gelesen haben, um die "Verwirrung" zu bemerken. Aber vielleicht war ja tatsächlich das Gegenteil der Fall :)
Kapitel 7 geht vermutlich nächste Woche online.

Jutjut. Und, wie gesagt, danke für den Hinweis.
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